Helene-Platz der verlorenen Orte
Der

Gestaltung des „Helene-Platzes der verlorenen Orte“

Ein Kooperationsprokjekt der Geschichtswerkstatt Neukieritzsch e. V. und der IG Neuen Helene e. V. mit Unterstützung der „Stiftung Lebendige Gemeinde Neukieritzsch"

Die Geschichtswerkstatt Neukieritzsch e. V. hat im Januar 2012 den Zuwendungsbescheid für das Projekt „Helene-Platz der verlorenen Orte“ von der Stiftung Lebendige Gemeinde Neukieritzsch erhalten. Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der IG Neue Helene Großzössen.

Die Mitglieder der Neuen Helene machten sich Gedanken um die Gestaltung der Freifläche auf der einst die Gaststätte „Zur Wiederkehr“ - auch liebevoll „Scharfe Ecke“ genannt - stand.

Der Platz sollte zum Verweilen und Erinnern einladen. Verweilen nach einer Wanderung oder Radtour rund um den Hainer See. Erinnern - ja an was sollte erinnert werden? Der Gedanke war die Touristen und auch die Einheimischen an die, von den Tagebauen Witznitz I und Witznitz II, überbaggerten Orte zu erinnern. Vorgesehen wurden Tafeln, auf denen die Daten der überbaggerten Orte zu lesen sind.

Der Geschichtswerkstatt Neukieritzsch e. V. oblag es nun die historischen Daten zu erfassen. An dieser Stelle beschäftigten wir uns nun mit der Geschichte von Dörfern, die zum Teil zur Gemarkung der eingemeindeten Ortsteile von Neukieritzsch gehören.
Die genannten Tagebaue beanspruchten die Ortschaften Witznitz, Hain, Kreudnitz, Treppendorf, Trachenau, Kleinzössen und Teile der heutigen Schleenhainer Straße in Neukieritzsch. Betroffen von der Umsiedlung durch beide Tagebaue waren ca. 2350 Einwohner. Die Orte wurden bis Anfang der 1970er Jahre devastiert.

Abschließende Ortschroniken wurden damals nicht erstellt. So machten wir uns auf die Suche nach den einstigen Einwohnern und lernten dabei sehr engagierte Menschen kennen, die heute noch Treffen für die „Ehemaligen“ organisieren, die ein Stück Heimatgeschichte - die Geschichte ihres Dorfes - aufgearbeitet haben und die auch sehr interessiert dem Projekt gegenüber stehen und uns mit Material, Fotos und persönlichen Erinnerungen unterstützten.

Dafür danken wir stellvertretend Familie Rudolf Bothung, Familie Jürgen Raschke, Familie Swoboda, Familie Kaupisch/Frommhold und Familie Dieter Pestner. In den Gesprächen haben wir viel über die Dorfgeschichten erfahren, haben gespürt, dass der nachbarliche Zusammenhalt ganz wichtig war und die Menschen geprägt und bis heute nicht losgelassen hat. Würden sich die Einwohner der Dörfer sonst heute noch treffen?

Die Tafeln wurden vom Graveur Mehnert aus Leipzig gefertigt. Mit dem Ergebnis seiner Arbeit sind wir sehr zufrieden.

Wir danken für die gute Zusammenarbeit der Stiftung Lebendige Gemeinde Neukieritzsch, der IG Neue Helene, besonders Herrn Andreas Bodenlos und Frau Gersten, die uns wieder bei der („Kleinigkeit“) Abrechnung half.

Hella Hallert
Geschichtswerkstatt Neukieritzsch e. V.

Der fertiggestellte Helene-Platz. Der fertiggestellte Helene-Platz.
Erinnerung an die devastierten Orte Erinnerung an die devastierten Orte
Eröffnung am 17.05.2013 Eröffnung am 17.05.2013

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